Online Minijob von zuhause: Frau mit Headset arbeitet am Laptop im Homeoffice

Online Minijob: 10 seriöse Jobs für zuhause – und woran du Betrug erkennst

⚠️ Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien, ETFs und andere volatile Anlageklassen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Die Rentabilität von Einkommensmodellen hängt von zahlreichen individuellen Faktoren ab und ist nicht garantiert. KI-Tools dienen lediglich als Unterstützung, können fehlerhafte Ergebnisse liefern und ersetzen keine eigene Prüfung.

„Hallo, wir suchen Mitarbeiter für einen Online-Minijob. 30 Minuten täglich, 150 € pro Tag, nur Videos liken.“ Genau so beginnen Nachrichten, die gerade täglich auf deutschen Handys landen. Klingt nach dem einfachsten Geld der Welt? Ist es auch – allerdings für den Absender.

Ein echter Online Minijob sieht deutlich unspektakulärer aus. Es gibt einen Arbeitgeber mit Adresse, einen Arbeitsvertrag und eine Anmeldung bei der Minijob-Zentrale. Der Stundenlohn liegt eher bei 14 € als bei 300 €. Dafür landet das Geld wirklich auf deinem Konto und nicht umgekehrt.

Hier bekommst du Klartext: was ein Minijob rechtlich ist und was nur so heißt, 10 Jobs für zuhause mit realistischen Stundenlöhnen in einer Tabelle, wo du seriöse Angebote findest und 5 Warnsignale, an denen du Betrug in 30 Sekunden erkennst. Plus eine Rechnung, die zeigt, warum 150 € am Tag fürs Liken nicht aufgehen können.

Arbeitsvertrag für einen Minijob im Homeoffice neben Laptop und Smartphone

Was ist ein Online Minijob – und was nicht?

Das Wort „Minijob“ wird im Netz für drei völlig verschiedene Dinge benutzt. Wer sie nicht auseinanderhält, vergleicht Äpfel mit Birnen – oder im schlimmsten Fall einen Arbeitsvertrag mit einer Betrugsmasche.

  • Der echte Minijob: eine geringfügig entlohnte Beschäftigung nach deutschem Recht, mit Arbeitgeber, Vertrag und Anmeldung.
  • Der „Minijob“ im Alltagssprech: kleine Aufgaben auf Plattformen und in Apps. Das ist kein Minijob, sondern Einkommen, für das du selbst verantwortlich bist.
  • Der Köder: Nachrichten per WhatsApp oder Telegram, die das seriös klingende Wort nur benutzen, um dich in eine Falle zu locken.

Beim echten Minijob darfst du 2026 im Monatsdurchschnitt bis zu 603 € verdienen, also 7.236 € im Jahr. Die Grenze hängt am Mindestlohn von 13,90 € und steigt mit ihm: Ab Januar 2027 gilt ein Mindestlohn von 14,60 € und damit eine Grenze von 633 €. Die offiziellen Werte stehen bei der Minijob-Zentrale zur Verdienstgrenze. Wo du arbeitest, spielt dabei keine Rolle. Ein Minijob im Homeoffice ist rechtlich ein ganz normaler Minijob, nur eben ohne Arbeitsweg.

Die Form ist alles andere als eine Nische. Laut Quartalsbericht der Minijob-Zentrale waren Ende Juni 2026 knapp 6,96 Millionen Menschen als Minijobber gemeldet. Wie viele davon remote arbeiten, erfasst die Statistik nicht – im Handel und in der Gastronomie ist Homeoffice naturgemäß selten.

Mikro-Jobs, Tests und Texte auf Plattformen sind dagegen kein Minijob. Du bist dort selbstständig, bekommst pro Aufgabe bezahlt und kümmerst dich selbst um Steuern. Wer eher so etwas sucht, findet weitere Jobs für Einsteiger in unserem großen Überblick. Auch klassische Heimarbeit wie Montage oder Verpacken ist ein eigenes Thema.

💡 Tipp: Ein echter Minijob hat immer einen Stundenlohn von mindestens 13,90 € und einen Arbeitgeber, der dich anmeldet. Steht in der Anzeige „Verdienst pro Aufgabe“ und du sollst dich nur in einer App registrieren, ist es kein Minijob – egal, wie es heißt.

Und in Österreich und der Schweiz? In Österreich heißt das Pendant „geringfügige Beschäftigung“, die Grenze liegt 2026 unverändert bei 551,10 € im Monat. In der Schweiz gibt es keinen Minijob: Kleine Löhne bis 2’500 CHF pro Arbeitgeber und Jahr sind aber AHV-frei, ausser du verlangst ausdrücklich die Abrechnung oder arbeitest in einem Privathaushalt.

❓ FAQ – In diesem Abschnitt häufig gestellte Fragen

Kann man einen Minijob online von zuhause ausüben?

Ja. Das Gesetz schreibt keinen Arbeitsort vor, entscheidend sind Verdienstgrenze und Anmeldung durch den Arbeitgeber. Typische Beispiele sind Kundenservice, Datenpflege oder Social-Media-Betreuung mit bis zu 603 € im Monat (ab 2027: 633 €).

Minijob von zuhause am PC: Schreibtisch mit Laptop, Headset und Notizblock

Die 10 besten Jobs für zuhause im Vergleich

Die Tabelle trennt sauber: Die ersten fünf sind echte Minijobs mit Vertrag, die letzten fünf Einkommen auf eigene Rechnung. Das ist kein Qualitätsurteil – aber es entscheidet über Stundenlohn, Sicherheit und Steuern.

JobMinijob oder Eigenverdienst?Wo suchen (Beispiele)Verdienst (ca.)Das brauchst du
Kundenservice & Telefonsupportechter MinijobJobbörse der BA, Indeed, StepStoneab 13,90 €/Std.Headset, ruhiger Platz
Social-Media-Betreuungechter MinijobIndeed, StepStone, lokale Firmenab 13,90 €/Std.Erfahrung mit Instagram & Co.
Datenpflege & Backofficeechter MinijobJobbörse der BA, Indeedab 13,90 €/Std.Excel, Sorgfalt
Content-Moderationmeist Minijob über AgenturenIndeed, StepStoneab 13,90 €/Std.Belastbarkeit
Online-NachhilfeMinijob oder HonorarNachhilfeinstitute, Jobbörsenab 13,90 €/Std.Fachwissen, Geduld
Mikro-JobsEigenverdienstClickworker, appJobberca. 3–8 €/Std.Smartphone oder PC
Usability-TestsEigenverdienstTestbirds, UserTestingca. 10–20 € pro TestMikrofon, Zeitfenster
TextenEigenverdienstTextbroker, content.deca. 1–4,5 Cent pro Wortgutes Deutsch
TranskriptionEigenverdienstTranskriptionsportaleca. 5–10 €/Std.schnelles Tippen
ProdukttestsEigenverdienstProdukttester-Portalemeist Ware statt GeldLust auf Feedback

Stand: September 2026. Plattformsätze laut Anbieterangaben und Erfahrungsberichten, Einzelfälle weichen ab.

Kundenservice und Telefonsupport

Der Klassiker unter den Remote-Minijobs: Du beantwortest Anrufe, Chats oder E-Mails für ein Unternehmen, oft zu festen Schichten am Abend oder am Wochenende. Arbeitgeber sind Versandhändler, Energieversorger oder Callcenter-Dienstleister. Bezahlt wird mindestens Mindestlohn, also ab 13,90 € pro Stunde.

Das brauchst du: ein Headset, eine stabile Leitung und einen Raum, in dem nicht gerade der Staubsauger läuft. Der Haken sind feste Zeiten – spontan zwischendurch geht hier nichts.

Social-Media-Betreuung

Kleine Firmen, Praxen oder Restaurants haben selten Budget für eine Agentur, wollen aber regelmäßig posten. Genau hier landen Minijobs mit fünf bis zehn Stunden pro Woche: Beiträge planen, Kommentare beantworten, Stories erstellen.

Wenn du schon einen eigenen Kanal ordentlich führst, hast du ein Argument im Gespräch. Minus: Die Grenzen zwischen „mal eben posten“ und Dauerverfügbarkeit verschwimmen schnell. Kläre deshalb vorher, wann du erreichbar sein musst.

Datenpflege und Backoffice

Adressen einpflegen, Rechnungen zuordnen, Produktdaten im Onlineshop aktualisieren: Das ist nicht glamourös, aber planbar. Ein Minijob von zuhause am PC in diesem Bereich ist oft der ruhigste Einstieg, weil du dir die Stunden häufig frei einteilen kannst.

Du brauchst Grundkenntnisse in Excel und Genauigkeit. Der Nachteil: Die Aufgaben sind monoton, und viele solcher Tätigkeiten werden gerade automatisiert.

Content-Moderation

Moderatoren prüfen Kommentare, Bewertungen oder Anzeigen auf Plattformen und löschen, was gegen Regeln verstößt. Angestellt wirst du meist über spezialisierte Agenturen, teils als Minijob, teils in Teilzeit.

⚠️ Achtung: Je nach Plattform siehst du verstörende Inhalte. Frag vor dem Vertrag, welche Inhalte du prüfst und ob es psychologische Unterstützung gibt.

Online-Nachhilfe

Wer Mathe, Englisch oder Deutsch gut erklären kann, findet bei Nachhilfeinstituten mit Online-Angebot oder über Jobbörsen passende Stellen. Manche Institute stellen auf Minijob-Basis ein, andere zahlen Honorar – dann bist du selbstständig und der Minijob-Rahmen gilt nicht.

Plus: gut planbar am Nachmittag und sinnstiftend. Minus: In den Ferien bricht die Nachfrage ein, und ohne Fachwissen kommst du nicht rein.

Mikro-Jobs: Clickworker und appJobber

Bei Clickworker erledigst du kleine Aufgaben am Rechner: Texte kategorisieren, Suchergebnisse bewerten, Daten prüfen. Nutzer berichten von effektiv ca. 3 bis 8 € pro Stunde, abhängig davon, ob gerade Aufträge da sind. appJobber zahlte 2025 laut eigener Angabe im Schnitt 5,76 € pro Job – die meisten Aufträge erledigst du allerdings unterwegs, nicht vom Sofa.

Das ist Eigenverdienst, kein Minijob. Welche Apps sich sonst lohnen, zeigt unser Test von Geld-verdienen-Apps.

Usability-Tests: Testbirds und UserTesting

Du testest Websites oder Apps und sprichst dabei laut aus, was dir auffällt. Bei UserTesting gibt es für einen Standardtest von rund 20 Minuten ca. 10 US-Dollar, Testbirds nennt für einen normalen Usability-Test ca. 20 €.

Klingt nach einem starken Stundenlohn – und pro Test ist er das auch. Der Haken: Du bekommst nur Tests, wenn du ins Profil passt, und sie sind oft nach Minuten vergeben. Mehr als ein paar Tests pro Woche sind selten.

Texten: Textbroker und content.de

Auf Textbörsen schreibst du Produkttexte, Ratgeber oder Kategorietexte. Bezahlt wird pro Wort, je nach Qualitätsstufe ca. 1 bis 4,5 Cent. Ein Text mit 500 Wörtern bringt dir auf mittlerer Stufe also ca. 5 bis 10 €.

Wer schnell und sauber schreibt, kommt damit auf einen ordentlichen Nebenverdienst. KI-Texte drücken aber die Preise, und ohne gute Bewertungen bleibt der Auftragspool klein.

Transkription

Interviews, Podcasts oder Meetings abtippen – das klingt einfacher, als es ist. Eine Stunde Audio kostet Einsteiger schnell vier bis sechs Stunden Arbeit. Deshalb landen viele trotz ordentlicher Honorare pro Audiominute effektiv bei ca. 5 bis 10 € pro Stunde.

Vorteil: Du arbeitest komplett zeitflexibel. Nachteil: Spracherkennung übernimmt einfache Aufträge, übrig bleiben schwierige Aufnahmen.

Produkttests

Produkttester-Portale schicken dir Kosmetik, Küchengeräte oder Lebensmittel, du schreibst eine Bewertung. Bezahlt wird fast immer in Ware, Geld gibt es selten.

Als Minijob taugt das also nicht, eher als nettes Extra. Wichtig: Seriöse Portale verlangen nie Geld von dir, bevor du ein Produkt bekommst.

❓ FAQ – In diesem Abschnitt häufig gestellte Fragen

Welche Online-Minijobs gehen ohne Vorkenntnisse?

Am leichtesten starten kannst du mit Datenpflege, Kundenservice nach kurzer Einarbeitung, Mikro-Jobs oder Usability-Tests. Ein Online-Minijob ohne Vorkenntnisse zahlt meist den Mindestlohn von 13,90 €, Plattformjobs oft weniger.

Wie findest du einen Online-Minijob? In 5 Schritten

Um einen seriösen Online-Minijob zu finden, brauchst du diese Schritte:

Schritt 1: Zeitbudget und Fähigkeiten ehrlich festlegen

Rechne aus, wie viele Stunden pro Woche realistisch frei sind, und notiere drei Dinge, die du gut kannst. Bei Mindestlohn sind etwa 10 Stunden pro Woche möglich.

Schritt 2: In Jobbörsen nach Minijob und Homeoffice filtern

Nutze die Filter für Arbeitszeit „Minijob“ und Arbeitsort „Homeoffice“ oder „Telearbeit“. So verschwinden Vollzeitstellen und Vor-Ort-Jobs aus der Liste.

Schritt 3: Arbeitgeber und Vertrag gründlich prüfen

Suche Impressum, Handelsregister und Bewertungen des Unternehmens. Unterschreib nur einen schriftlichen Vertrag mit Stundenlohn, Arbeitszeit und Aufgaben.

Schritt 4: Anmeldung bei der Minijob-Zentrale bestätigen lassen

Frag nach, ob und wann dich der Arbeitgeber angemeldet hat. Die Minijob-Zentrale informiert dich nach der Anmeldung meist auch selbst per Post.

Schritt 5: Stunden und Verdienst regelmäßig dokumentieren

Notiere jede gearbeitete Stunde und vergleiche sie mit der Abrechnung. So merkst du früh, ob du dich der Verdienstgrenze näherst.

Suche nach seriösen Minijobs in einer Online-Jobbörse am Laptop

Wo du seriöse Angebote findest – und wie ein echtes Inserat aussieht

Die erste Adresse ist die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Sie ist kostenlos, und du kannst gezielt nach Minijobs mit Heim- oder Telearbeit filtern. Der Nachteil: Die Suche ist sperrig, und manche Inserate sind veraltet.

Große Portale wie Indeed oder StepStone haben mehr Auswahl und bessere Suchfunktionen. Gib dort „Minijob Homeoffice“ oder „Minijob remote“ ein. Aber Vorsicht: Die Verbraucherzentralen warnen, dass Betrüger inzwischen auch auf bekannten Portalen inserieren. Ein bekannter Portalname ist also kein Gütesiegel.

Spezialisierte Minijob- und Nebenjob-Portale liefern oft passende Treffer, mischen aber gerne echte Stellen mit Plattform-Angeboten. Prüf bei jedem Treffer, ob wirklich ein Arbeitsvertrag dahintersteht.

Woran erkennst du seriöse Minijobs? Ein ordentliches Inserat nennt den Firmennamen mit Adresse, beschreibt die Aufgaben konkret, gibt einen Stundenlohn oder ein Monatsgehalt an und erwähnt Vertrag und Anmeldung. Gibt es einen Ansprechpartner mit Namen, den du anrufen kannst, ist das ein gutes Zeichen. Auch ein Vorstellungsgespräch per Video mit einer echten Person gehört dazu.

💡 Tipp: Google den Firmennamen zusammen mit „Impressum“ und „Handelsregister“. Findest du keine Adresse oder nur eine Website, die erst wenige Wochen alt ist, lass die Finger davon – egal, wie gut der Minijob von zuhause klingt.

Ein realistischer Zeitplan hilft gegen Frust. Zwischen Bewerbung und erstem Arbeitstag vergehen bei echten Arbeitgebern oft zwei bis vier Wochen: Gespräch, Vertrag, Anmeldung, Einarbeitung. Wer dir dagegen schon am selben Abend „den Job“ zusagt, ohne je mit dir gesprochen zu haben, sucht keinen Mitarbeiter. Plane lieber fünf bis zehn Bewerbungen ein, dann klappt es meist innerhalb eines Monats.

❓ FAQ – In diesem Abschnitt häufig gestellte Fragen

Wo finde ich Online-Minijobs von zu Hause?

Am zuverlässigsten in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit mit den Filtern „Minijob“ und „Heim-/Telearbeit“, außerdem bei Indeed oder StepStone mit der Suche „Minijob Homeoffice“. Prüfe bei jedem Treffer Firmenname, Adresse und Vertrag, bevor du Daten herausgibst.

Online-Minijob Erfahrungen: Smartphone mit verdächtiger Jobnachricht und Warnsymbol

Online Minijob Erfahrungen: 5 Warnsignale für Betrug

Die häufigste Masche heißt „Task Scamming“ und läuft fast immer gleich ab. Du bekommst eine Nachricht, meist per WhatsApp oder Telegram, und sollst Videos liken, Produkte bewerten oder Hotels beurteilen. Die ersten Aufgaben werden tatsächlich bezahlt, oft ein paar Euro. Das ist der Köder.

Dann kommen „Aufgaben der nächsten Stufe“ oder ein „VIP-Level“. Um sie freizuschalten, sollst du selbst Geld einzahlen, gern per Krypto. Auf dem Bildschirm wächst dein Guthaben, auszahlen lässt es sich aber nie. Am Ende ist das eingezahlte Geld weg.

Die zweite Masche zielt auf deine Identität. Du sollst eine Ausweiskopie schicken oder „zu Testzwecken“ per Video-Ident ein Konto eröffnen. Mit genau diesen Daten eröffnen Kriminelle Konten für Geldwäsche oder Fake-Shops. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt im September 2026 ausdrücklich davor, dass Jobsuchende so unfreiwillig zu Geldwäsche-Helfern werden.

Die 5 Warnsignale im Überblick:

  1. Du hast dich nie beworben und wirst trotzdem per Messenger oder SMS angeschrieben.
  2. Unrealistischer Verdienst für simple Klicks, etwa 150 € am Tag fürs Liken.
  3. Du sollst zuerst selbst zahlen, um Aufgaben, Level oder Auszahlungen freizuschalten.
  4. Ausweiskopie, Video-Ident oder Kontoeröffnung werden schon vor einem Vertrag verlangt.
  5. Kein greifbarer Arbeitgeber: keine Adresse, kein Telefonat, kein Vertrag, alles läuft über Chat.

⚠️ Achtung: Leitest du Geld über dein Konto weiter, kannst du dich selbst strafbar machen, auch wenn du von nichts wusstest. Brich den Kontakt sofort ab, informiere deine Bank und erstatte Anzeige bei der Polizei. Beim Notfall-Check der Verbraucherzentralen findest du die nächsten Schritte.

Und die Suche nach „Online-Minijob Erfahrungen“ oder Trustpilot-Bewertungen? Hilft nur bedingt. Scam-Seiten wechseln Namen und Domains schneller, als Bewertungen entstehen, und gekaufte Fünf-Sterne-Rezensionen gibt es auch. Achte deshalb auf das Schema oben statt auf Sterne. Ob ein Online-Minijob seriös ist, entscheidet sich am Vertrag, nicht am Bewertungsportal.

Wer wirklich ohne Einsatz starten will, findet seriöse Wege ohne Vorkasse in unserem Ratgeber. Merke dir als Faustregel: Wer dich bezahlt, verlangt kein Geld von dir.

❓ FAQ – In diesem Abschnitt häufig gestellte Fragen

Ist ein Online-Minijob über WhatsApp seriös?

Fast nie. Seriöse Arbeitgeber schreiben keine Fremden per WhatsApp an und versprechen keine 100 € und mehr am Tag für Likes. Sollst du vorher Geld einzahlen oder Ausweisdaten schicken, ist es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Betrug.

Rechenbeispiel zum Online Minijob: Taschenrechner, Euro-Münzen und Stundenzettel

Die Rechnung: So viel verdienst du wirklich pro Stunde

Jetzt wird es konkret. Was bringt ein Online Minijob im Monat, und wie schneidet er gegen Plattformjobs und das WhatsApp-Versprechen ab?

🧮 Rechenbeispiel

  • Echter Minijob zum Mindestlohn: 603 € ÷ 13,90 € = ca. 43 Stunden im Monat, also rund 10 Stunden pro Woche. Mit Rentenversicherungspflicht gehen 3,6 % ab, es bleiben ca. 581 €.
  • Mikro-Jobs mit ca. 5 € pro Stunde: 43 Stunden × 5 € = ca. 215 € – vorausgesetzt, es gibt überhaupt genug Aufgaben.
  • Das WhatsApp-Versprechen: 150 € für 30 Minuten entspricht 300 € pro Stunde. Das wäre mehr als das 20-Fache des Mindestlohns fürs Liken.

Die dritte Zeile ist der beste Betrugsdetektor, den es gibt. Kein Unternehmen zahlt 300 € pro Stunde für Tätigkeiten, die jeder ohne Einarbeitung erledigen kann. Bei solchen Zahlen musst du keine Bewertungen mehr lesen.

Ab 2027 ändert sich übrigens wenig an der Stundenzahl: Mindestlohn und Grenze steigen gemeinsam, bei 14,60 € und 633 € bleibt es bei rund 43 Stunden im Monat.

❓ FAQ – In diesem Abschnitt häufig gestellte Fragen

Wie viele Stunden darf man im Minijob arbeiten?

Eine feste Stundenobergrenze gibt es nicht, entscheidend ist die Verdienstgrenze von 603 € im Monatsdurchschnitt. Beim Mindestlohn von 13,90 € sind das ca. 43 Stunden im Monat, bei höherem Stundenlohn entsprechend weniger.

Steuern und Abgaben: Das musst du wissen

Beim echten Minijob trägt der Arbeitgeber den Großteil der Abgaben: pauschale Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung sowie meist 2 % Pauschsteuer. Du zahlst nur 3,6 % Eigenanteil zur Rentenversicherung. Den kannst du dir per Antrag sparen, verzichtest dann aber auf volle Rentenansprüche. Seit Juli 2026 lässt sich eine solche Befreiung einmalig für die Zukunft zurücknehmen.

Die Koalition hat im Juli 2026 angekündigt, die Pauschsteuer auf 5 % anzuheben und die Befreiung von der Rentenversicherung abzuschaffen. Ein Gesetz dazu gibt es noch nicht (Stand: September 2026). Die Pauschsteuer zahlt ohnehin der Arbeitgeber.

Mikro-Jobs, Tests und Texte sind dagegen dein eigenes Einkommen. Du gibst es in der Steuererklärung an, je nach Tätigkeit als Gewerbe oder freiberuflich. Hast du einen Hauptjob, bleiben Nebeneinkünfte bis 410 € im Jahr in der Regel steuerfrei.

In Österreich zahlst du bei geringfügiger Beschäftigung allein keine Lohnsteuer, bei mehreren Jobs über der Grenze werden Beiträge fällig. In der Schweiz ist jeder Lohn steuerpflichtig, nur die AHV-Befreiung bis 2’500 CHF pro Arbeitgeber macht kleine Jobs unkomplizierter.

📌 Weiterlesen: Wo genau die Grenzen für Nebeneinkünfte liegen und ab wann das Finanzamt mitverdient – wie viel du nebenbei verdienen darfst →

❓ FAQ – In diesem Abschnitt häufig gestellte Fragen

Muss ich einen Online-Minijob versteuern?

Beim echten Minijob übernimmt meist der Arbeitgeber die Pauschsteuer von 2 %, du musst ihn dann nicht in der Steuererklärung angeben. Einnahmen von Plattformen wie Clickworker oder Textbroker sind dagegen eigenes Einkommen und gehören in die Steuererklärung.

Dein nächster Schritt

Öffne heute die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, setze die Filter auf „Minijob“ und „Heim-/Telearbeit“ und speichere drei Inserate, die alle Punkte aus der Checkliste erfüllen: Firmenname, Adresse, Stundenlohn, Vertrag. Das dauert keine 20 Minuten.

Und wenn heute Abend eine WhatsApp-Nachricht mit 150 € fürs Liken aufploppt? Löschen, blockieren, weiter. Ein Online Minijob, der dich ernsthaft voranbringt, fängt mit einem Vertrag an – nicht mit einem Chat.

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